Solarteam BvSG Zurueck

Aus Neu-Ulmer Zeitung vom 5. Oktober 2001





Der Radler strampelt mit Sonnenenergie


Kulturministerin Monika Hohlmeier informiert sich am Bertha-von-Suttner-Gymnasium über neue Projekte

Nur lobende Worte fand die bayrische Kultusministerin Monika Hohlmeier bei ihrem Besuch am gestrigen Donnerstag in Pfuhl. Schüler und Lehrer nutzten die Gelegenheit, der Staatsministerin innovative Projekte vorzustellen. Höhepunkt der Visite war die Ernennung des Gymnasiums zur Solarschule.

"Solarschule" darf sich das Bertha-von-Suttner-Gymnasium (BvSG) als erste Bildungseinrichtung in Bayern seit gestern nennen. In ihrer Rede hob die Ministerin besonders den "Mut und die Kraft" der an dem Projekt beteiligten Schüler und Lehrer hervor. Anschließend enthüllte Monika Hohlmeier die Skulptur eines mit Sonnenenergie betriebenen Radfahrers, der darauf auch prompt in, die Pedale trat. Das schuleigene Solarhaus erfüllt gleich zwei Zwecke. Zum einem ist das Gebäude und die darin enthaltene Technik frei zugänglich, was den Schülern praxisnahes Lernen direkt am Objekt ermöglicht. Zusätzlich wird der erzeugte Strom in das Netz der SWU eingespeist. So leistet das Solarhaus einen wichtigen Beitrag dazu, seine Bau- und Unterhaltskosten wieder selbst einzuspielen.

Ebenfalls auf dem Besuchsprogramm der Kultusministerin stand eine Besichtigung der neuen Räume für Mikrobiologie. Schüler der Kollegstufe stellten dort ihr Projekt zum Wachstum von Bakterien vor. Im Bereich der Mikrobiologie plant die Schule eine enge Zusammenarbeit sowohl mit der Universität in Ulm, als auch mit regionalen Unternehmen im Bereich der Biotechnologie. Das Vorhaben wurde NUGI (Netzwerk Universität, Gymnasium, Industrie) getauft. Ein Ziel der Zusammenarbeit wird das Vermitteln von Praktikantenplätze an interessierte Schüler sein.

Auch in Sachen Musik- und Kunstunterricht beschreitet das BvS-Gvmnasium neue Wege, zumindest was die achten Klassen betrifft. Schülern dieser Klassenstufe bietet sich seit diesem Schuljahr erstmals die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Kursen zu wählen. Ein Kurs dauert dann jeweils ein Vierteljahr. "So können die Schüler verschiedene Angebote, die sie interessieren ausprobieren", erklärt Studiendirektor Max Gomm. Das Malen von Aquarellen ist einer der angebotenen Kunstkurse, bei der Musik reicht die Palette von Folklore über Percussion bis zu elektronisch erzeugten Klängen. Die Schüler zeigten sich von den neuen Möglichkeiten begeistert.

"Ich find's gut", erzählt einer der Achtklässler auf die Nachfrage der Ministerin, "jetzt kann jeder das machen, was ihm am meisten liegt."




Martin Fluch (Webmaster)
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