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| Bei Licht betrachtet ganz schön beachtlich: Die Sonnenrenner von Gymnasiasten aus Pfuhl und Ulm, gebaut für ein Projekt der Solarstiftung. (Foto: Rose Bötcher) |
Ulm (hip). Immer nur büffeln macht einfach kein Spaß: "Das war endlich mal was Praktisches, nicht nur Theorie, das ist langweilig", meint Thomas Träger aus Straß. Und so stürzte er sich zusammen mit acht Mitschülern vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium Pfuhl voller Energie in ein Projekt der Solarstiftung. Die Aufgabe: sonnengetriebene Modellautos zu bauen. Das Ergebnis verdient die Note eins.
Lautlos huschen die keilförmigen Styropor-Flundern über den Granitbelag des Münsterplatzes. Die Wolkendecke reißt auf, die Sonne knallt herunter und die absonderlichen Gefährte, die aussehen wie eingedrückte Schuhschachteln, wuseln plötzlich rasant durcheinander. Stolz und ein bisschen übermütig fingern die jungen Konstrukteure an den Fernbediehnungen herum. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn man was selber gebaut hat und sieht, es fährt auch noch", freut sich Markus Ernst aus Leibi.
Die Arbeitsgemeinschaft Energie des Suttner-Oberschule und die
Photovoltaik-Grupe des Ulmer Schubert-Gymnasiums präsentieren
gestern das Ergebnis harter Arbeit. Die beiden Schulen hatten
sich am diesjährigen Sonnenauto-Projekt der Solarstiftung
Ulm/Neu-Ulm beteiligt. "Wir wollten einfach Solarenergie in
Verbindung bringen mit Spaß", erklärte
Stiftungs-Geschäftsführer
Peter Jäger die Idee hinetr der Aktion. Immer wieder bemüht er
sich, die energiespendenden Zellen sozusagen "vom Dach" zu holen
und sie mehr ins Bewustsein der Öffentlichkeit zu rücken. Was
für die Erwachsenen die Solarfähre aif der Donau is, sollte
jetzt für die Schüler die sonnengetriebenen Autos sein. Die
beiden gymnasialen AGs investierten sechs Nachmittage und einen
ganzen Samstag, um die ökologish korrekten Gefährte auf den Weg
zu bringen. Unterstützung fanden sie bei der Technischen
Akademie und der
Fachhochschule
Ulm, wo die vorgezeichneten Pläne umgesetzt wurden. Die
Schüler schweißten die Energiespenden Zellen selber ein,
verlöteten sie, bohrten Gewinde, setzten Fahrgestelle zusammen,
bauten Motoren ein.
Hoch zufrieden mit den Ergebnissen zeigte sich gestern die Mathematik- und Physiklehrerin Margit Fluch, Leiterin der Pfuhler Energie AG. Sie findet ohnehin, dass ihre Schützlinge auf dem Gebiet des Solarstroms bisher ausgesprochen Lobenswertes geleistet haben. "Um zu honorieren, was da läuft", hätten sie sich an dem Sonnenauto-Projelt beteiligen dürfen. Die Schüler dürfen die Dreirad-Flundern mit einem Wert von jeweils rund 1000 Mark behalten. Allerdings müssen sie sie erst mal ein Jahr lang der Solarstiftung zur Verfügung stellen, die damit Werbung in eigener Sache betreiben wird. Nächstes Jahr will Jäger eine ähnliche Aktion starten, an der sich diesmal auch Mädchen beteiligen sollen.
| Martin Fluch (Webmaster) Last modified: Tue Apr 3 15:16:03 EEST 2001 |